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Ausgabe Dezember 2005

Tierhaarallergie:
Lieber Hund und Katze als Hamster für allergiegefährdete Kinder
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Meerschweinchen, Hamster oder Kaninchen sind nicht die
richtigen Spielgefährten, wenn ein erhöhtes Risiko auf
allergische Reaktionen für ein Kind besteht.
Soll der Wunsch
nach einem eigenen Tier erfüllt werden, ist in solchen
Fällen ein Hund der am ehesten geeignete
Hausgenosse, empfiehlt Privatdozentin Dr. Vera Mahler von
der Erlanger Hautklinik und bezieht sich dabei auf die
aktuellen Leitlinien zur Allergieprävention. Gibt es keine
familiäre Vorbelastung, die Kinder anfällig für Allergien
machen könnte, ist aus ärztlicher Sicht gegen
Haustiere überhaupt nichts einzuwenden.
Eltern achten zunehmend auf mögliche Gesundheitsrisiken für
ihrer Kinder und bitten um ärztlichen Rat, bevor ein Tier in
die Familie aufgenommen wird. Dr. Mahler, die als Oberärztin
an der Hautklinik des Universitätsklinikums (Direktor:
Professor Dr. Gerold Schuler) tätig ist, rät nur dann zur
Vorsicht, wenn Vater oder Mutter selbst zu Allergien neigen
oder früher eine Übersensibilität der Haut bzw. der
Atemwege und Schleimhäute gezeigt haben. Will die Familie
dennoch auf Mitglieder mit vier Pfoten nicht verzichten,
sollten Hunde vor Katzen den Vorrang haben. "Die Anschaffung
von Nagetieren ist aus allergologischer Sicht unvernünftig",
warnt die Fachärztin.
Keine Diät in der Schwangerschaft
Müttern wird generell empfohlen, ihre Kinder in den ersten
vier Monaten zu stillen, auch bei familiärer allergischer
Vorbelastung. "Längeres Stillen zeigt keinen günstigen
Einfluss auf das Auftreten allergischer Erkrankungen",
berichtet die Privatdozentin. Falls
Stillen in den ersten vier Lebensmonaten nicht möglich ist,
reicht normale Säuglingsnahrung für Kinder ohne Vorbelastung
völlig aus. Allergiegefährdete Babys brauchen eine
sogenannte hypoallergene, insbesondere
extensiv-hydrolysierte Säuglingsnahrung auf Kaseinbasis.
Ausdrücklich betont Dr. Mahler, dass Frauen ihrem Nachwuchs
nichts Gutes tun, wenn sie versuchen, mögliche
Nahrungsmittelallergene in der Zeit zu vermeiden, in der sie
schwanger sind: "Mütterliche Diät
während der Schwangerschaft kann zu Mangelernährung führen,
verhindert oder verzögert jedoch die Entwicklung von
allergischen Erkrankungen nicht."
Dr. Vera Mahler leitet die Allergieambulanz der Hautklinik,
die Montag bis Freitag jeweils von 8.00 bis 11.00 Uhr im
Gebäude B, 1. Obergeschoss, Hartmannstraße 14 in Erlangen
geöffnet hat. Dort erfolgt
die Diagnostik und Behandlung von allergisch bedingten
Krankheiten wie Heuschnupfen, Nahrungsmittel- und
Medikamentenallergien, Insektengiftallergie, allergisches
Asthma, Neurodermitis und chronische Nesselsucht. Ein
Mini-Symposium an der Erlanger Klinik im Sommer dieses
Jahres galt dem aktuellen wissenschaftlichen Stand der
Prävention, Diagnostik und Therapie solcher Erkrankungen.
Weitere Informationen
PD Dr. Vera Mahler
Informationsdienst Wissenschaft - idw -
Pressemitteilung
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg,
Ute Missel,
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