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Ausgabe Dezember 2005

Latex-Allergie:
Luftballons und Kondome lösen
Latex-Allergien aus (6)
Vor allem Beschäftigte von Einrichtungen des
Gesundheitswesens sind von einer Naturlatex-Allergie betroffen.
Auch Patienten, die bereits mehrfach im Krankenhaus waren
und operiert wurden, haben oft eine derartige Allergie.
Zunehmend häufiger sind inzwischen auch
Hausfrauen und Kinder sensibilisiert, sagt die Münchner
Allergologin Dr. Franziska Rueff. Zu den häufigsten
Auslösern von Latex-Allergien gehören auch Luftballons.
naturgemäß sind hier in erster Linie Kinder betroffen.
Anläßlich des 21. Fortbildungskongreß "Fortschritte
der Allergologie, Immunologie und Dermatologie" betonte
Ruff in Davos,
daß derzeit zwischen 3 und 17 Prozent der Beschäftigten im
Gesundheitswesen eine Naturlatex-Allergie haben.
In einer Untersuchung bei Beschäftigten der Universität München
wurde beispielsweise ein Anteil von fünf Prozent mit
einer Naturlatex-Allergie ermittelt. Überdurchschnittlich
häufig waren chirurgisch tätige Ärzte betroffen.
Und bei Patienten mit mehr als zehn Operationen war die
Latex-Sensibilisierung ebenfalls deutlich erhöht.
Bei Beschäftigten im Gesundheitswesen hat es jedoch in den
vergangenen Jahren einen drastischen Rückgang der
Latex-Allergien gegeben. Gelungen ist dies
durch konsequente Prophylaxe. Wichtig war die konsequente Umstellung auf ungepuderte
Handschuhe.
Andere
Beobachtungen zeigen, daß sich das Problem in den vergangenen Jahren zunehmend in
den außermedizinischen Bereich verlagert hat. In
einer an 85 Patienten durchgeführten Studie, bei denen eine
Naturlatex-Allergie diagnostiziert worden war, gaben 72
Patienten nach dem Gebrauch von Naturlatex-haltigen Gegenständen
Beschwerden an.
Häufigste Auslöser waren Haushaltshandschuhe, Luftballons,
Wäschegummis oder Kondome. Auch gebe es Hinweise,
daß
latexhaltige Schnuller möglicherweise ein atopisches Ekzem
auslösen könnten. Allerdings könne der Latexgehalt durch
Auskochen stark reduziert werden.
Problematisch ist auch der zunehmende Gebrauch von Einmalhandschuhen im
Lebensmittelhandel. Für hochgradige Allergiker kann es
unter Umständen sogar gefährlich sein, Lebensmittel zu
verzehren, die mit latexhaltigen Handschuhen in Berührung
gekommen waren, resümierte Rueff.
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