Haben
Mütter mit Allergien oft autistische Babys?
Frauen,
die während der Schwangerschaft unter Asthma, Allergien
oder Psoriasis leiden, bringen häufiger autistische
Babys zur Welt als gesunde Frauen. US-Forscher
ermittelten in einer Studie mit 88 000 Kindern, daß das
Autismus- Risiko verdoppelt ist, wenn Schwangere diese
Krankheiten haben.
Ganz
besonders groß sei die Gefahr im zweiten Drittel der
Schwangerschaft ("Archives of Pediatrics & Adolescent
Medicine").
Von den
88 000 Kindern, die von 1995 bis Mitte 1999 in
Nordkalifornien zur Welt kamen, wurden 420 später als
autistisch erkrankt diagnostiziert.
Ein
Forscherteam von Kaiser Permanente in Oakland in
Kalifornien stellte die Korrelation zwischen der
Erkrankung der Mütter an Psoriasis, Asthma und Allergien
und der Autismus-Diagnose fest. Andere Immunkrankheiten
korrelierten nicht mit dem Auftreten von Autismus bei
dem werdenden Nachwuchs.
Die Forscher
vermuten einen Zusammenhang zwischen den Erbanlagen für
die drei Krankheiten und für Autismus. Alternativ wäre
es möglich, daß das mütterliche Immunsystem zur Abwehr
der eigenen Krankheit vermehrt entzündungshemmende
Zytokine produziert, die der Entwicklung des fetalen
Hirns schaden.