EDITORIAL
Hausstaubmilben machen vor
allem im Herbst vielen Atemwegsallergikern das Leben
schwer. Mehr als ein Drittel aller Patienten mit
allergischer Rhinitis oder allergischem Asthma ist gegen
Milbenallergene sensibilisiert. Hausstaubmilben sind
damit nach Pollen die häufigsten Allergieauslöser.
Eine weitere Ursache von Innenraumallergien sind häufig
Schimmelpilze. Bei Kindern, die in pilzbelasteten
Wohnungen leben, ist das Asthmarisiko verdoppelt. Von
den Pilzen freigesetzte Toxine können allerdings auch
ohne allergische Sensibilisierung Haut und Schleimhäute
reizen. Bei Schimmelpilzbefall in der Wohnung sollte
neben einem Facharzt zusätzlich Kontakt zum
Gesundheitsamt bzw. einem Fachmann für Gebäudesanierung
aufgenommen werden. Lesen Sie dazu den Beitrag von
Gunter Hankammer, einem Sachverständigen für Schäden an
Gebäuden, Schimmelpilze und andere Innenraumschadstoffe,
auf Seite 11.
Viele dunkle Färbemittel enthalten das Allergen
p-Phenylendiamin (p-PD). Es ist häufig die Ursache
von Kontaktekzemen bei Friseuren oder Menschen, die sich
selbst die Haare färben. Ein bisher kaum bekanntes
allergologisches Problem ist die iatrogene
Sensibilisierung von Patienten auf p-Phenylendiamin
durch den Epikutantest. Die Deutsche
Kontaktallergie-Gruppe schlägt vor, diese Substanz aus
der Standardtestreihe zu nehmen.
Der
Nachweis des auslösenden Allergens ist vor allem bei
Nahrungsmittel-Allergien oftmals schwierig. Wer denkt
schon an Schnecken oder Senf als mögliche
Auslöser? Hinter einer Allergie auf Nahrungsmittel
stecken häufig Kreuzallergien, Ursache sind oftmals
pollenassoziierte Allergene. Ab Seite 15 erfahren Sie
mehr darüber und auch über die Schneckenallergie.
Der
ÄDA und die DGAKI hoffen, dass Sie in diesem
Pressedienst wieder nützliche Anregungen finden, um Ihre
Leser über Allergien zu informieren.

Dr. Werner Bauch
Dr. Petra von der Lage