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Ausgabe Oktober 2005
Informationen des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen e.V.
Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische
Immunologie e.V.
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Hintergrund:
Wie
Schimmelpilz in der Wohnung entsteht
Von Dipl.-Ing.
Gunter Hankammer
Grundsätzlich
geht dem Schimmelpilzbefall in Gebäuden ein
Feuchtigkeitsschaden voraus. Man unterscheidet zunächst
die Bauteildurchfeuchtungen, die mit Defekten an der
Wetterschutzebene der Gebäudehülle oder an der
Abdichtung des Gebäudes gegenüber dem Erdreich
zusammenhängen von den hygrothermisch bedingten Schäden,
bei denen Tauwasser an Bauteiloberflächen oder im
Bauteilquerschnitt auftritt, weil das Gesamtverhältnis
von relativer Raumluftfeuchtigkeit, Raumlufttemperatur
und der Oberflächentemperatur einzelner Bauteile nicht
im Einklang steht.1
Diese drei physikalischen Randbedingungen stehen als
gemeinsam wirkende Ursachenkombination bei einem so
genannten Kondensatschaden untrennbar miteinander im
Zusammenhang. Wird die relative Luftfeuchtigkeit im
Winter durch ausreichendes Lüften ständig auf einem
geringen Niveau gehalten und erfolgt gleichzeitig eine
stetige, gleichmäßige Beheizung des Raumes, wird es in
der Regel auch dann nicht zum hygrothermisch bedingten
Schimmelpilzbefall kommen, wenn die „kalte“ Außenwand
durch Mobiliar oder schwere Vorhänge von der
Luftzirkulation abgeschirmt werden. Verzichtet der
Mieter von Altbauwohnungen auf eine Möblierung entlang
der Außenwände, dann bleibt in der Regel auch eine
vorübergehend leicht erhöhte relative Luftfeuchtigkeit
von 60% oder eine leicht abgesenkte Raumtemperatur ohne
Schaden.
1
Hankammer G, Lorenz W: Schimmelpilze und Bakterien in
Gebäuden, Rudolf Müller Verlag, Köln 2003
Gunter Hankammer
ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger
für Schäden an Gebäuden sowie für Schimmelpilze und andere
Innenraumschadstoffe. Gleichzeitig ist er
Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes für
Schimmelpilzsanierung e.V. (BSS). Nähere Informationen unter
www.schimmelpilz.tv.
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