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Ausgabe Februar 2006

Laktose-Unverträglichkeit:
Kennzeichnungspflicht bringt mehr Sicherheit für Laktose-Allergiker
Jeder Fünfte in Deutschland verträgt keine Milchprodukte –
Die neue Allergenkennzeichnungsverordnung vom 25. November
2005 erleichtert Allergikern das Leben
Etwa 15 Millionen Menschen in
Deutschland leiden an einer Laktoseintoleranz. Das
entspricht circa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung.
Laktoseintoleranz ist eine Unverträglichkeit von Milch und
laktosehaltigen Lebensmitteln, die sich z. B. durch
Bauchschmerzen und Übelkeit äußert.
Seit dem 25. November 2005
müssen auch kleinste Milchanteile auf der Verpackung
angegeben werden. Mit Soja- und Diätprodukten sind Menschen
mit Laktoseintoleranz bereits auf der sicheren Seite.
Immer mehr Menschen reagieren auf bestimmte Nahrungsmittel
wie beispielsweise Eier, Nüsse oder Fisch allergisch.
Schätzungsweise sind es derzeit acht Millionen in
Deutschland. Noch viel häufiger tritt eine Unverträglichkeit
von Lebensmitteln auf.
Circa 15 Millionen Menschen
in Deutschland – das sind fast 20 Prozent – leiden an der
Laktoseintoleranz. Sie vertragen keinen Milchzucker
(Laktose), der in Kuh-, Schafs- und Ziegenmilch enthalten
ist. Der Grund: Das Enzym Laktase, das den Milchzucker
normalerweise im Dünndarm abbaut, wird nur noch unzureichend
oder gar nicht gebildet. Der Milchzucker bleibt somit im
Darm, bindet Wasser und es kommt zu Bauchschmerzen,
Völlegefühl, Übelkeit, Blähungen und Durchfall.
Mit der Kennzeichnungspflicht wird die Auswahl von
Lebensmitteln für Allergiker vereinfacht. Denn alle
Lebensmittel, die ab dem 25. November produziert werden,
müssen die Allergenkennzeichnung enthalten. Das bedeutet
künftig mehr Klarheit und Sicherheit beim Einkaufen im
Supermarkt.
Menschen mit
Laktoseintoleranz können auch zu Milchersatzprodukten
greifen. Inzwischen haben Reformhäuser, Bioläden und
teilweise auch Supermärkte eine relativ große Auswahl im
Angebot. Milch, Joghurt, Sahne, Quark und Käse sind aus
Soja, Hafer oder Reis hergestellt. Sie bieten eine sehr gute
kalziumreiche Alternative, da sie küchentechnisch genauso
eingesetzt werden können wie normale Milchprodukte.
Laktoseintoleranz tritt bei den Betroffenen in verschiedenem
Ausmaß auf. Viele Patienten müssen nicht ganz auf
Milchzucker verzichten. Sie vertragen geringe Mengen über
den Tag verteilt, ohne unter Beschwerden zu leiden. Zum
Beispiel reifer Käse und gesäuerte Milchprodukte wie
Joghurt, Dickmilch, Buttermilch und Quark sind für einige
Menschen gut bekömmlich. Wer Laktose ganz von seinem
Speiseplan streichen muss, sollte einige Grundregeln
beachten: Milch enthält viel Kalzium. Wer darauf ganz
verzichten muss, sollte andere kalziumreiche Lebensmittel
verzehren wie kalziumreiches Mineralwasser. Bei Back- und
Wurstwaren, Fertiggerichten und Schokolade wird oft
Milchzucker zugesetzt – deshalb beim Einkauf immer das
Zutatenverzeichnis lesen. Besondere Vorsicht ist im
Restaurant und der Kantine geboten.
Oft lässt sich der Zusatz von
Milchzucker nicht erahnen, bei Unsicherheit immer
nachfragen. Für den Notfall gibt es Laktase-Kapseln und
-kautabletten. Sie enthalten das fehlende Enzym und werden
zur Mahlzeit eingenommen. Leider wirken sie nicht bei allen
Betroffenen gleich gut. Am besten man lässt „verdächtige“
Speisen gleich ganz weg und vertraut auf laktosefreie
Produkte.
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