|
Ausgabe
Januar 2006
Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA)
Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische
Immunologie (DGAKI)
5. Januar 2006

Pollenflugvorhersagen und Informationen zum Pollenflug
im Internet:
www.pollenstiftung.de
www.donnerwetter.de
www.wetter.com
www.polleninfo.org
(europaweit)
Stufenplan
der Heuschnupfen-Therapie
Diagnosebestätigung bei
einem auf Allergien spezialisierten Arzt
1. Krankengeschichte
2. Untersuchung
3. Allergietest
4. Adäquate Therapie
Ursächliche
Behandlung
1. Meiden
der allergieauslösenden Pollen
·
Pollenflugvorhersage:
evtl. weniger ins Freie gehen
·
Fenster vor
allem nachts schließen
·
Haare vor
dem Zubettgehen waschen
·
Kleider nicht
im Schlafzimmer ausziehen
·
Pollenschutzgitter
an den Fenstern
·
Pollenfilter
im Auto
2. Spezifische
Immuntherapie (Hyposensibilisierung) nach der Pollensaison
beginnen
Medikamentöse Therapie
1. Moderne
Antihistaminika
·
Langzeiteinnahme
bei stärkeren Beschwerden wirksamer als Einnahme nur bei Symptomen
·
im Bedarfsfall
zusätzlich Antihistaminika in Form von Nasensprays oder Augentropfen
2. Kortison-haltige
Nasensprays bzw. Augentropfen
·
bei stärkerem
Heuschnupfen wirksamer als Antihistaminika
·
Wirkung tritt
etwas verzögert ein
·
„Kortisonangst“
ist bei der lokalen Anwendung unbegründet
3. Mastzellstabilisatoren
(Cromone: DNCG und Nedocromil)
·
weniger wirksam
als Antihistaminika und Kortison-haltige Nasensprays
4. Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten
·
werden manchmal
zusätzlich zu anderen Präparaten verordnet
5. Sympathomimetika
·
abschwellend
wirkende Nasentropfen sollten maximal 10 Tage angewendet
werden
Allergische Rhinokonjunktivitis.
Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und
klinische Immunologie (DGAKI). Allergo Journal 2003:12:182-194
|