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Ausgabe März 2006
Milben in öffentlichen Verkehrsmitteln - speziell in Bussen
und Bahnabteilen
Sitze in öffentlichen Verkehrsmitteln bergen Gefahren für
Hausstaub-Allergiker.
23 Millionen Menschen nutzen täglich öffentliche Verkehrsmittel.
Doch nicht nur sie. Unzählige Milben begleiten die Fahrgäste.
Sie sitzen tief in Sitzbezügen, Vorhängen und Teppichen. Für
Hausstauballergiker kann die Fahrt so schnell zur Tortour
werden.
Feuchtwarme Luft und mangelnde Klimatisierung in Bussen und
Bahnen sind ein idealer Nährboden für die Mini-Spinnen. Denn
die Stoffbezüge der 3.415.423 Sitze in öffentlichen Verkehrsmitteln
werden selten tiefengereinigt. Hautschüppchen und Haare bleiben
im Gewebe hängen und bieten den Milben eine perfekte Lebensgrundlage.
Ihr ausgeschiedener Milbenkot verteilt sich als feiner Staub
im gesamten Fahrzeug. Bei jedem Aufwirbeln, zum Beispiel durch
Schritte und Abstellen von Gepäck, wird dieser Staub eingeatmet
und legt sich auf empfindliche Schleimhäute.
Die Konsequenzen können fatal sein. Zu den Symptomen zählen
unter anderem Fließschnupfen, juckende Augen und Reizhusten.
In vollen Verkehrsmitteln ist das nicht nur unangenehm für
den Betroffenen und die Mitreisenden, sondern kann auf Dauer
auch gefährlich sein: Bei Nichtbehandlung kann es zu asthmatischen
Reaktionen kommen. Vor allem Kinder sind häufig von dieser
Allergieform betroffen.
Milben lassen sich nicht nur auf Sitzen und Co. nieder, sondern
nisten sich auch in Kleidungsstoffen ein. Der Mensch trägt
die Allergie-Auslöser regelrecht aus dem Verkehrsmittel mit
nach Hause. Selbst im Flugzeug besteht Milbengefahr. Nur Passagiere
der Business und First Class können sich vor Milben sicher
fühlen: Auf Ledersitzen finden Hausstaubmilben keinen Halt.
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