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Ausgabe
Januar 2007
Haustierhaltung und Allergie-Risiko: Derzeit erfreut sich
die sog. "Hygiene Hypothese" in der Allergologie
großer Beliebtheit. Sie geht davon aus, dass eine übertriebene
Hygiene - oder auch die Vermeidung von Kontakt zu Haustieren
- die Entstehung von Allergien eher fördert. Kritiker dieser
Hypothese argumentieren mit der Möglichkeit, dass Risikopersonen
den Kontakt zu Haustieren möglichst vermeiden, aber unabhängig
von dieser Vermeidungshaltung an einer Allergie erkranken.
Träfe dies zu, wäre nicht die Abwesenheit von Haustieren die
Ursache auftretender Allergien, sondern das unabhängig von
den Kontakten zu Haustieren vorhandene Allergie-Risiko.
In
der European Community Respiratory Health Survey (ECRHS)
wurden nahezu 10.000 Personen zum Themenkomplex allergisches
Asthma und Haustierhaltung befragt. Analysiert wurde der Einfluss
von Allergiesymptomen auf die Haustierhaltung, bzw. die Anschaffung
von Haustieren. Dabei zeigte sich, dass nur eine Minderheit
aufgrund von Allergien auf die Haltung von Haustieren verzichtete.
In der Kindheit auftretende Asthma-Symptome hatten generell
keinen Einfluss auf den Besitz von Haustieren. Ein solcher
Einfluss konnte nur festgestellt werden, wenn die Asthmasymptome
im Erwachsenenalter auftraten. Erwachsene schafften sich seltener
eine Katze an wenn sie an drei oder mehr Asthma-Symtomen oder
anderen Allergie-Symptomen litten. Weniger als 5% der
Befragten gaben an, dass sie sich von haustieren getrennt
haben, um die Allergen-Exposition zu vermindern.

Eine englischsprachige zusammenfassende Kurzversion
dieser Studie (sog. MEDLINE Abstract) finden Sie auf
der Website
www.pubmed.org
wenn Sie dort in die Suchmaske den Titel dieser Studie eingeben:
Thorax
2006;61:671-677.
Do asthma and allergy
influence subsequent pet keeping?
An analysis of childhood
and adulthood.
Svanes C, Zock JP, Antó, et al:
Pet Avoidance and
Subsequent Asthma and Allergy
EPIDEMIOLOGIC
data suggest that childhood exposure
to pets may have a protective effect against asthma and allergy. Although this is possible,
an
alternative explanation is selective avoidance: at-risk individuals
might avoid having pets, in response to symptoms,
medical advice, or other factors. Population based
data from the European Community Respiratory
Health Survey (ECRHS) were used to assess
whether having asthma or allergies affects subsequent
keeping of pets.
The analysis included 9,812 ECRHS subjects from 22
countries who provided information on asthma and petkeeping at various periods of life, from early childhood
through middle-age.
The hygiene hypothesis has become a
popular topic in recent years. Some question the impact
of selective avoidance in the analysis of data suggesting
that pet exposure may reduce allergies.
The ECRHS
collected retrospective information about pet exposure
during several periods of life from over 9,000 subjects.
Although there was some effect of selective avoidance
for cats, it was not observed for either birds or dogs in
the homes of allergic patients. This should be considered
when reviewing studies relating to the hygiene hypothesis.
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