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Ausgabe
Juni 2007

Allergischer
Schock: Anaphylaxien enden nur selten tödlich
Eine
generalisierte Kreislaufreaktion (Anaphylaxie) ist bei
Allergikern immer ein bedrohliches - gelegentlich sogar
lebensgefährliches - Phänomen. Besonders häufig wird diese
Allgemeinreaktion bei Insektengift- und Erdnuss-Allergikern
beobachtet. Jede dritte Anaphylaxie ist kein einmaliges
Ereignis - bei einem von 100 Anaphylaxie-Patienten endet sie
tödlich. Die Therapie sollte mit Adrenalin erfolgen.
Gefährdete Patienten sollten immer ein entsprechendes
Notfall-Set bei sich haben.
Mehr Informationen
finden Sie
hier
("Ärzte Zeitung", 01.06.2007)
Von Juni 2006 bis Ende März dieses Jahres haben Kollegen
insgesamt 194 echte Anaphylaxie-Fälle, darunter zwei
Todesfälle, an das Register gemeldet, sagte Professor Bodo
Niggemann von der Charité Berlin zur "Ärzte Zeitung". Die
Patienten hatten Symptome wie generalisierte Urtikaria
kombiniert mit Atemnot oder Reaktionen wie Schwindel und
Blutdruckabfall.
Besonders hoch sei das Risiko für wiederholte
anaphylaktische Reaktionen bei Nahrungsmittelallergien auf
Erdnüsse sowie Wal- und Haselnüsse, so der Allergologe, der
das Register mit eingerichtet hat. Diese Patienten sollten
auf jeden Fall mit einem Notfall-Set ausgerüstet und gut
geschult werden. Niggemann: "Wir sollten den Patienten ans
Herz legen, sich bei Anaphylaxie nicht mit Kortison und
Antihistaminika zu begnügen, sondern unbedingt auch
Adrenalin zu spritzen." Nicht nur Patienten, sondern auch
drei Viertel der Kollegen verzichteten nach aktuellen
Studiendaten auf Adrenalin (Allergy 60, 2005, 1440).
Symptome wie Juckreiz im Genitalbereich und generalisierte
Urtikaria sind oft Vorboten einer Anaphylaxie. "Solche
Patienten sollten ihr Notfall-Set bereit halten", so der
Allergologe. Entstehen etwa bei Nahrungsmittelallergie
Bauchkrämpfe, sollte Adrenalin gespritzt werden, da dann
auch oft Atemnot und Herz-Kreislauf-Reaktionen auftreten .
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