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Ausgabe
Mai 2007
Übertriebene Hygiene ist beim Kampf
gegen Allergien kontraproduktiv: An der Berliner
Uni-Klinik Charité wird eine neuartige
Allergie-Impfung entwickelt
Wissenschaftler der Berliner
Charité testen an 600 Säuglingen eine Substanz, die
Fragmente
zweier Bakterien enthalte, die üblicherweise in Fäkalien
leben.
Das täglich als
Schluckimpfung verabreichte Medikament, soll die Babys gegen
allergische Erkrankungen immunisieren - beispielsweise Katzenhaar- und
Pollenallergien. Die Studie
ist noch nicht abgeschlossen, aber erste Ergebnisse
sind viel versprechend meint der Projektleiter der Studie -
der Allergologe
der Charité, Eckard Hamelmann, gegenüber der "Berliner
Morgenpost".
Auf die Spur der
Substanz stießen die Forscher in Bayern.
Dort seien in Kinderbetten ungewöhnlich große Mengen
spezieller Fäkalkeime gefunden worden. In dem Gift der
Bakterien, dem Endotoxin, liegt wahrscheinlich der
Schlüssel zu einem neuartigen immunisierenden Prinzip: Die
Keime könnten dafür verantwortlich sein,
dass manche Kinder keine Allergien entwickeln.
In der Vergangenheit konnten Versuche mit Mäusen zeigen,
dass Tiere die gleich nach der Geburt die Bakterienfragmente,
schluckten ihr Leben
lang gegen alle Arten von Allergien immun waren.
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