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Ausgabe Mai 2007



 

Bleibt bei einer Spezifischen Immuntherapie (SIT oder SLIT) der erwartete Behandlungserfolg aus, so kann dies an einer nicht erkannten Allergie gegen Eschenpollen liegen.
In diesen Fällen genügt die bei Baumpollen-Allergien übliche Hyposensibilisierung gegen Birkenpollen oft nicht.(2)

 

Gegenüber der "Ärzte Zeitung" wies der Mannheimer Allergologe
Dr. Jochen Bossert darauf hin, dass eine Allergie gegen Eschen-Pollen die Ursache dafür sein kann, dass eine Hyposensibilisierung gegen Baumpollen wie Birke nicht den erhofften Erfolg bringt.

"Bisher dachten wir, dass Patienten, die gegen Baumpollen wie Birke und Buche hyposensibilisiert werden, aufgrund einer starken Kreuzreagibilität auch gegen Pollen der Ölbaumgewächse wie Esche und Flieder geschützt sind", sagte Bossert zur "Ärzte Zeitung". Das ist aber offenbar nicht der Fall. So berichtet der Allergologe von 20 Patienten mit Allergie gegen Birken- und Buchengewächse, bei denen eine spezifische Immuntherapie (SIT) nicht erfolgreich war. Dies belegt eine Studie, die im Fachblatt "Allergo Jornal" (16, 2007, 58) veröffentlicht wurde.

"Sie waren auch gegen Esche- und/oder Fliederpollen sensibilisiert. Zehn dieser Patienten sind daher gleich nach der Saison zusätzlich mit Eschen- und/oder Fliederpollen-Extrakt hyposensibilisiert worden - mit Erfolg. Bei den übrigen Patienten lässt sich der Nutzen der Therapie noch nicht beurteilen", betonte Bossert.

Der Allergologe rät, bei Verdacht auf eine Allergie gegen Birken- oder Buchenpollen im Prick- und IgE-Blut-Test zusätzlich auch auf Eschen- oder Fliederpollen zu testen. Sei einer der Tests  für diese und weitere Pollenarten positiv, so sollte durch nasale Provokation geklärt werden, ob auch die Eschen- und Fliederpollen Beschwerden verursachen. Patienten mit positivem Ergebnis könne zu einer erweiterten SIT geraten werden, sagte Bossert. Dies würde die Erfolgsaussichten der Therapie vermutlich deutlich erhöhen.

Betroffenen nütze es übrigens nichts, wenn sie jetzt zum Schutz vor Pollen in Mittelmeerländer reisen. Denn auch dort blühen Eschen.

Mehr zum Thema ALLERGIE finden Sie auf der Website der "Ärzte Zeitung" hier

 

 

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