Allergie - Überempfindlichkeit des Immunsystems
Gemeinsame Aufklärungsaktion der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie und des Infozentrums für Prävention und Früherkennung
(lifepr) Frankfurt am
Main, 02.07.2008 - Der Klimawandel verstärkt das
Leiden von Millionen Allergikern. Durch die globale
Erderwärmung beginnt der Pollenflug nicht nur früher,
sondern er dauert auch länger. In Deutschland gilt
inzwischen lediglich noch der Dezember als pollenfrei.
Die wachsende Problematik hat die Bundesregierung auf
den Plan gerufen.
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz (BMELV) hat mit dem "Aktionsplan gegen
Allergie" ein Bündel von Maßnahmen gestartet, um das
Risiko der Entstehung von Lebensmittel-, Kontakt- und
Atemwegsallergien in der Bevölkerung zu senken: Bessere
Kennzeichnung von Lebensmitteln, Textilien und Kosmetika
sowie eine Allergie-Datenbank. Eines kommt allerdings im
Aktionsplan zu kurz: die Diagnose von Allergien.
Die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und Klinische
Immunologie (DGAKI) und das Infozentrum für Prävention
und Früherkennung (IPF) gleichen dieses
Informationsdefizit aus. Mit dem Faltblatt "Allergie -
Überempfindlichkeit des Immunsystems" klären sie über
unterschiedliche Diagnostik- und Therapiemaßnahmen auf.
Hintergrund der Initiative ist die Erkenntnis, dass
Allergien meist wirksam behandelt werden können -
allerdings muss zuvor genau untersucht werden, auf was
ein Patient allergisch reagiert.
Bereits durch einen Blut- oder Hauttest können viele
Allergien nachgewiesen werden. Beim Bluttest entnimmt
der Arzt eine geringe Menge Blut aus der Armvene und
schickt es in ein Labor. Dort wird das Blut des
Patienten auf Antikörper, so genannte Immunglobuline,
untersucht. Bei allen allergischen Erkrankungen spielt
das Immunglobulin E (IgE) eine wichtige Rolle. Es ist
bei Allergikern in wesentlich höherer Konzentration im
Blut enthalten als bei Nicht- Allergikern. Alternativ
kann auch ein Hauttest zum Einsatz kommen.
Bei einem so genannten Prick-Test werden mögliche
Allergene oberflächlich in die Haut ein- oder
aufgebracht. Reagiert der Patient auf eines der
Allergene, kommt es innerhalb weniger Minuten zu Rötung,
Juckreiz und Quaddelbildung.
Manchmal genügt bereits, den Kontakt zu einem Allergen
zu vermeiden. Wenn dies nicht möglich ist, hilft in
vielen Fällen eine spezifische Immuntherapie. Sie gilt
aktuell als die einzige Therapie, die die Ursache einer
Allergie bekämpft, und sollte nur vom Spezialisten
durchgeführt werden. Bei dieser Behandlung wird dem
Allergiekranken das für ihn gefährliche Allergen
allmählich in steigender Dosis zugeführt, um ihn auf
diese Weise dagegen unempfindlich zu machen. Mit der so
genannten Hyposensibilisierung ersparen sich Betroffene
lebenslange medikamentöse Behandlungen und verhindern
das Auftreten von schweren Folgeerkrankungen.
Das Faltblatt "Allergie - Überempfindlichkeit des
Immunsystems" kann kostenlos beim Infozentrum für
Prävention und Früherkennung (IPF), Postfach 160434,
60067 Frankfurt am Main angefordert oder im Internet
unter
www.vorsorge-online.de heruntergeladen werden.
Das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF)
informiert die Öffentlichkeit über bestehende
Möglichkeiten der Krankheitsvorsorge durch
Laboruntersuchungen. Seit über zehn Jahren
veröffentlicht das IPF in Zusammenarbeit mit anerkannten
Experten Broschüren und Faltblätter zu einzelnen
Krankheiten und deren Früherkennung. Diese
Veröffentlichungen können kostenlos angefordert werden.
Das IPF wird vom Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH)
unterstützt. Seine Neutralität wird durch einen
wissenschaftlichen Beirat gewährleistet, dem renommierte
Mediziner angehören. Weitere Informationen erhalten Sie
unter
www.vorsorge-online.de.
Die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische
Immunologie e. V. (DGAKI) ist eine wissenschaftliche
Vereinigung von Ärzten und Naturwissenschaftlern, die
sich mit dem Fachgebiet der Allergologie und klinischen
Immunologie in Forschung, Klinik und Praxis
beschäftigen. Die DGAKI fördert ihr Fachgebiet durch
wissenschaftliche Veranstaltungen auf nationaler und
internationaler Ebene, Fortbildungsmaßnahmen und durch
eine der Wissenschaft und Weiterbildung dienenden
Zeitschrift. Darüber hinaus unterstützt die Gesellschaft
Forschungsaufgaben und -projekte. Weitere Informationen
erhalten Sie unter
www.dgaki.de.
Ansprechpartner:
Herr Thomas Postina
IPF - Infozentrum für Prävention und Früherkennung
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Telefon: +49 (6257) 507990
Fax: +49 (6257) 507994
Zuständigkeitsbereich: PPR Rhein-Main Postina Public
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