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Ausgabe
November 2008

Allergiegefahr bei Weihnachtsplätzchen
Für Allergiker sind viele Zutaten im Weihnachtsgebäck unverträglich. Die
DAK gibt Tipps für die richtige Mischung.
Hamburg, 25. November 2008. Zimtsterne, Nussecken und Vanillekipferl –
Adventszeit ist Plätzchenzeit. Doch nicht jeden versetzen die süßen
Leckereien in besinnliche Stimmung: Denn Christstollen und andere
vorweihnachtliche Gebäcksorten können bei jedem Sechsten in Deutschland
eine allergische Reaktion auslösen. „Schuld sind so genannte
Kreuzallergien", erklärt Hanna-Kathrin Kraaibeek,
Ernährungswissenschaftlerin der DAK. „Viele Lebensmittel beinhalten
Grundstoffe, auf die der Betroffene wie auf Pollen oder Gräser
reagiert.“ Damit Zimtsterne und andere Naschereien keine üblen
Nachwirkungen auslösen, erläutert die DAK-Expertin, worauf es in der
heimischen Backstube ankommt.
Nüsse bei Birkenallergie meiden
Ein Kribbeln im Mund, rote Lippen, der Hals schwillt an – vor allem
Pollenallergiker sind von der „Kreuz-Wirkung“ betroffen. Wer auf den
Blütenstaub der Birke überempfindlich reagiert, sollte zur Adventszeit
einen großen Bogen um nussiges Backwerk machen: „Walnüsse, Mandeln oder
Haselnüsse können schwere allergische Reaktionen auslösen – im
schlimmsten Fall führt ein unbedachtes Naschen zu Hautausschlag,
Durchfall oder Atemnot“, warnt DAK-Ernährungswissenschaftlerin Kraaibeek.
Auch Nougat und Marzipan sollten Allergiker mit Vorsicht genießen, denn
die Lebensmittel bestehen hauptsächlich aus Nuss oder Mandel. Alternativ
eignen sich Kokosraspeln, Sesam oder Amarant als Nussersatz; Persipan
ist ein guter Marzipan-Ersatz.
Vorsicht: Gewürzmischung!
Anis und Zimt lassen es zwar weihnachtlich duften. Wer jedoch unter
einer Beifuß-Allergie leidet, sollte davon lieber die Finger lassen,
denn die Würzstoffe können nicht minder unangenehme Nebenwirkungen
hervorrufen. „Beim Beifuß-Gewürz-Syndrom kann eine Kreuzreaktion auf
Zutaten wie Anis, Chilipfeffer oder Zimt eintreten“, weiß die
DAK-Expertin. Sie rät: „Wer auf Beifuß-Pollen allergisch reagiert,
sollte weihnachtliche Gewürzmischungen meiden.“
Plätzchen ohne Ei und Milch?
Für weihnachtliche Naschkatzen mit einer Ei- oder Milchunverträglichkeit
gibt es eine gute Nachricht: Einige Teigmischungen kommen ganz ohne
diese Zutaten aus. „Mürbeteig ist Grundlage für viele
Weihnachtsplätzchen und wird ohne Ei oder Milch zubereitet – ebenso
Hefe- und Strudelteig“, so Kraaibeek. Ihr Tipp für die
Weihnachtsbäckerei: „Wenn das Rezept diese Zutaten vorschreibt, kann
anstelle von Ei eine pürierte Banane und statt Kuh- bei guter
Verträglichkeit auch Sojamilch oder Wasser verwendet werden.“
Eine umfassende Übersicht für Allergiker gibt es auch im Internet unter
www.dak.de.
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