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Ausgabe
Januar 2009

Hygiene-Hypothese weiter unbewiesen:
Können Wurminfektionen tatsächlich vor Allergien
schützen? (4)
Seit längerer Zeit wird unter Allergie-Experten
die Hypothese kontrovers diskutiert, ob häufige
Wurminfektionen -insbesondere bei Kindern und
Jugendlichen - tatsächlich dazu führen, dass
allergische Erkrankungen seltener als üblich
auftreten. Diese sog. "Hygiene-Hypothese" stützt
sich auf zahlreiche epidemiologische
Beobachtungen. In Gegenden in denen es aufgrund
mangelhafter Hygiene zu einem häufigen Kontakt
der Kinder zu Würmern kommt - wo also
Wurminfektionen alltäglich sind - werden
Allergien relativ selten beobachtet. Im
Gegensatz hierzu sind Allergien in städtischen
Ballungsgebieten häufig - sowohl in
Entwicklungsländern, als insbesondere in
industrialisierten Ländern. In den Städten sind
aber gleichzeitig Wurminfektionen selten.
Der Kontakt zu den Würmern
führt zu einer ganzen Reihe von Veränderungen im
Immunsystem. Diese vielfältigen Modifikationen
sind wahrscheinlich dafür verantwortlich zu
machen, dass sich vergleichsweise selten
Allergien entwickeln. Die Autoren der hier
vorgestellten Studie werteten die vorhandenen
wissenschaftlichen Daten aus und kamen unter
anderem zu dem Schluss, dass sich die Beweise
für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen
häufigen Wurminfektionen und abgeschwächten
Reaktionen bei Haut-Prick-Tests mit Allergenen
häufen. Allerdings ist noch völlig unklar,
welchen Veränderungen des Immunsystems im
einzelnen zu der Schutzwirkung gegen Allergien
führen.
Immer wieder gibt es außerdem Beobachtungen, die
sich einer einfachen Erklärung mit Hilfe der
Hygiene-Hypothese entziehen. Daher steht
der endgültige Beweis für die Richtigkeit der
"Hygiene-Hypothese" weiter aus. Die Autoren
regen daher weitere wissenschaftliche Studien
an.
Mehr Informationen zum Thema
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Eine vollständige englischsprachige Kurzversion
dieser Studie
(sog. MEDLINE Abstract) finden Sie
hier
Do helminth parasites protect against atopy and
allergic disease?
Institute of Clinical Research and Centre of
Evidence Based Dermatology, University of Nottingham, Nottingham, UK.
carsten.flohr@nottingham.ac.uk
Allergic diseases are rare in areas with high
helminth parasite exposure and common where helminth exposure is lacking
or significantly reduced, such as urban areas of developing countries
and industrialized nations. Studies suggest that helminths
induce a
systemic immuno-modulatory network, including regulatory T cells and
anti-inflammatory IL-10, which might play a key role in the protection
against the allergic phenotype. Here, we review the current
cross-sectional, birth cohort, and intervention study evidence for a
protective effect of helminth infection on allergy.
There is increasing
evidence for a causal relationship between helminth infection and
reduced skin prick test responsiveness to allergens. Cross-sectional
studies have shown a consistent negative relationship, and these results
have been confirmed in several, although not all, intervention studies.
The immunological basis for this protective effect is less clear.
Recent studies do not support the mast-cell IgE
saturation hypothesis, but suggest that protection is associated with
IL-10 production. As for allergic disease, cross-sectional studies
support a negative relationship between clinical asthma and infection
with some helminth species, particularly hookworm, but more studies are
required to draw conclusions for eczema and rhinitis. In addition, none
of the few intervention studies to date have demonstrated an increase in
clinical allergy after helminth treatment, and further studies are
needed. Furthermore, we are only beginning to understand the host
genetic factors that are potentially involved.
A genetically predetermined T-helper type 2
cell-dominated cytokine milieu reduces parasite burden and may enhance
host survival in an environment where helminth parasites are prevalent.
Lack of parasite exposure in such hosts might lead to hypersensitivity
to seemingly minor environmental allergen stimuli. Large birth cohort
studies in helminth-endemic areas that use epidemiological, genetic, and
immunological tools are required to further examine how helminth
parasites affect the development of atopy and allergic disease.
Intervention studies with hookworm in parasite-naïve allergic
individuals are currentl
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