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Newsletter-Ausgabe
Oktober/November 2009
Metall-Allergie: Wie haltbar und sicher sind künstliche Hüftgelenke?
Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Universitätsklinikum Heidelberg
Gute Ergebnisse für mehrteilige Implantate aus Titan im Labor /
Heidelberger Wissenschaftler der Orthopädischen Universitätsklinik
Heidelberg ausgezeichnet.
Künstliche Hüftgelenke werden immer sicherer: Moderne mehrteilige
Hüftimplantate aus Titan geben nur winzige Mengen des Metalls in das
umliegende Gewebe ab und sind deshalb voraussichtlich besonders
haltbar. Dies haben Labortests von Wissenschaftlern der
Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg gezeigt.
Für seinen Beitrag: "Korrosion und Ionenfreisetzung bei
Hüftimplantaten mit modularem Halssystem" wurde Dr. Jan Philippe
Kretzer, Technischer Leiter des Labors für Biomechanik und
Implantatforschung an der Orthopädischen Universitätsklinik
Heidelberg, auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für
Biomechanik der 1. Preis des Young Investigator Awards 2009 verliehen
(dotiert mit 1.000 ¤).
Winzige Metall-Partikel lösen Allergien und Entzündungen aus
Jedes Jahr bekommen rund 180.000 Patienten eine neue künstliche Hüfte.
Ihre Haltbarkeit beträgt meist nur 15-20 Jahre. Falls sie sich
lockern, ist ein Austausch erforderlich. Ursachen für eine Lockerung
sind u. a. minimale Bewegungen und der Verschleiß der einzelnen Teile
des Kunstgelenkes. Dadurch lösen sich winzige Partikel und Ionen aus
dem Gelenk, die allergische und toxische Reaktionen hervorrufen
können. In seltenen Fällen kann es auch zur Korrosion und schließlich
zum Funktionsverlust des Kunstgelenkes kommen.
Diesem Verschleiß versuchen die Hersteller durch speziell gestaltete
Kunstgelenke und Materialien entgegenzuwirken. Neu auf dem Markt sind
Kunstgelenke aus Titan, die aus mehreren Komponenten bestehen. Solche
mehrteiligen (modularen) Hüftimplantate ermöglichen dem Orthopäden,
das Kunstgelenk bei der Operation ganz individuell den Bedürfnissen
des Patienten anzupassen.
Im Heidelberger Biomechanik-Labor werden Prothesen-Typen rund um die
Uhr getestet. So können innerhalb von wenigen Wochen die Belastungen
durchlaufen werden, denen das künstliche Hüftgelenk normalerweise in
10 Jahren standhalten muss. Die Prüfsysteme im Labor sind in der Lage
Bewegungs- und Laufmuster des Gelenkes perfekt nachzuahmen.
Die Heidelberger Wissenschaftler haben nun untersucht, wie sich
unterschiedliche modulare Kunstgelenke im Biomechanik-Labor unter
Belastung verhalten. In seinen Tests haben Dr. Kretzer und sein Team
gemessen, wie viel Titan verschiedene Implantate unter Belastung
abgeben und während welchen Zeitraums dies passiert.
Raue Oberfläche verringert Abrieb von Titan
Ihre Messungen ergaben, dass nur extrem geringe, klinisch
unbedenkliche Mengen an Titan (12 bis 44 Mikrogrammµg; 1µg= 0,000001g)
freigesetzt wurden - und zwar unabhängig vom Design des untersuchten
Kunstgelenks. Allein die Art der Oberflächen schien einen Einfluss zu
haben: Je rauer die Oberfläche des Implantats war, desto geringer war
der Abrieb - weniger Titan wurde freigesetzt. Kretzer erklärt dies mit
der stabileren Verbindung der Komponenten bei rauen Oberflächen. Bei
keiner Prothese kam es zu einem mechanischen Versagen oder
übermäßiger Korrosion.
Was noch untersucht werden müsse, sei die Sicherheit der
unterschiedlichen modularen Verbindungen von Hals und Schaft der
Implantate, sagt Kretzer. Die Ergebnisse dieser in-vitro-
Untersuchungen seien jedoch vielversprechend und ein gutes Argument
dafür, die untersuchten Kunstgelenke in begrenztem Umfang bei
Patienten anzuwenden.
Weitere Informationen über die Orthopädische Universitätsklinik im
Internet:
www.orthopaedie.uni-heidelberg.de
Ansprechpartner:
Dr. sc. hum. Dipl.-Ing. Jan Philippe Kretzer
Stiftung Orthopädische Universitätsklinik
Labor für Biomechanik und Implantatforschung
Schlierbacher Landstraße 200a
69118 Heidelberg
Fax: 06221 / 96 92 06
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und
renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische
Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international
bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa.
Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche
Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund
7.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In
mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit 1.600 Betten werden
jährlich rund 500.000 Patienten ambulant und stationär behandelt.
Derzeit studieren ca. 3.100 angehende Ärzte in Heidelberg; das
Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der
medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. (Stand 12/2008)
www.klinikum.uni-heidelberg.de
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Liebe Leserinnen und Leser,
der Sommer hat sich von allen
Seiten gezeigt. Hitze, schwüle Luft, Regen und kalte Tage.
Sie als Allergiker wussten wieder genau wann der Wind weht
und ob er Pollen mit sich bringt, die Sie nicht vertragen -
leider! Und es ist noch nicht vorüber.
Jetzt kommt die Zeit der Wildkräuter mit ihren unzähligen
Antigenen. Viele Kräuterallergiker haben mit Kreuzallergien
zu kämpfen. Sie leiden deshalb nicht nur an den Pollen,
sondern müssen immer wieder auf bestimmte Gemüse verzichten.
Als Beispiel stellen wir Ihnen den weißen Gänsefuß vor.
Außerdem sind Allergietests in dieser Ausgabe unser Thema.
Welche Tests gibt es und was bringen Sie an Ergebnissen?
Dieser Frage versuchen wir näher zu kommen.
Zwei wichtige Fragen von Lesern haben wir auch wieder
beantwortet. Diesmal geht es unter anderem um die
Frustration, die durch eine Allergie entstehen kann. Unser
Expertenrat beschäftigt sich diesmal mit der Unterscheidung
von einem Erkältungsschnupfen und einer allergischen
Rhinitis.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß
beim Lesen!
Ihr Team von den
Azelastine-News
Inhalte
Beifuß,
Gänsefuß und Wegerich: Jetzt kommt die "wilde" Zeit für
Allergiker
Allergiker müssen sich nicht
nur im Frühjahr mit Pollen plagen, die ihr Immunsystem aus
den Fugen bringen. Manche Allergiker leiden das ganze Jahr.
Nach den Frühblühern, wie den Bäumen, und den Mittelblühern,
wie Gräsern und Getreide, haben im Spätsommer und Herbst die
Wildkräuter Hochsaison. Wer hierauf mit allergischer
Rhinitis reagiert, muss mit "wilden Zeiten" rechnen. Denn
Kräuter sind immer weiter auf dem Vormarsch. Außerdem bergen
sie das Risiko von Kreuzallergien mit Gemüse. Ein
Antihistaminikum sollten Betroffene daher immer griffbereit
haben.
>> mehr ...
Polle trifft
Nahrungsmittel: Kreuzallergien sind nicht ausgeschlossen!
Ein herzhafter Biss in einen
erntefrischen Apfel - darauf freuen sich die Obstliebhaber
im späten Sommer. Doch manche können das wenig genießen:
Kaum ist der Bissen im Mund kribbelt es auf der Zunge. Die
Atemwege schwellen an. Juckreiz folgt. Und das geschieht
ganz überraschend. Die Ursache liegt nicht am Apfel selbst.
Auslöser dieser Reaktion kann eine Pollenallergie sein.
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Steckbrief:
Weißer Gänsefuß (Chenopodium album)
Familie:
Chenopodiaceae
Heimat: weltweit
>> mehr ...
Detektivarbeit: Mit Allergietests auf der Suche nach der
Stecknadel im Heuhaufen
Die Nase läuft. Tränende Augen
entwickeln sich zu einer Plage. Ständige Atembeschwerden
rauben den Betroffenen jede Lebensfreude. Pollenallergien
sind schlichtweg eine Geißel. So offensichtlich die Symptome
einer Allergie sind, so schwierig ist das Aufspüren der
Auslöser. Allergietests sind nicht immer eindeutig. Am
Anfang einer Diagnose steht ein ausführliches Gespräch mit
einem erfahrenen Arzt. Dann geht es auf die Spurensuche
>> mehr ...
Häufige Fragen
von allergiegeplagten Mitmenschen
Ständig kommen bei mir neue
Allergieauslöser hinzu. Mit der Therapie, die ich zwei
Wochen vor den ersten Symptomen beginnen soll, starte ich
deshalb oft zu spät. Was kann ich tun?
>> mehr ...
Tränende Augen und laufende
Nase - meine Allergie raubt mir das ganze Jahr über den
letzten Nerv. Was kann ich gegen den Frust tun?
>> mehr ...
Expertenrat -
heute:
So unterscheidet sich eine allergische Rhinitis
von einem Schnupfen
Häufig wird ein
Erkältungsschnupfen mit einer allergischen Rhinitis
verwechselt. Kein Wunder: die Nase läuft und heftige
Niesattacken begleiten die Beschwerden. Dennoch gibt es
handfeste Unterschiede, die in folgender Tabelle aufgeführt
sind:
>> mehr ...

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